GREANADIERZUG „TREUE GESELLEN“ 1963

 

Die Geschichte des Grenadierzuges TREUE GESELLEN ist eng mit den Höhen und Tiefen des

Grenadierkorps Neuss – Furth verbunden, das in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg wie

keine andere schützenfestliche Formationen der Nordstadt seine Höhen und Tiefen erlebt hat:

Der absolute Tiefpunkt des Grenadierkorps im September 1962 führte zur Gründung der

TREUEN GESELLEN; es betätigten sich zwei Further Handwerksmeister, der damalige

Vorsitzende der Jäger, JOSEF CLEVE, und der Major der Grün-Weißen, HEINZ RINGES, Vater

unseres heutigen Oberst, als Nothelfer.

 

Sie rührten mit Erfolg in Ihren Betrieben die Werbetrommel für die Grenadiere und rekrutierten

aus ihren Gesellen – momen est omen – den Zug TREUE GESELLEN.

 

Als der damalige Präsident der Bruderschaft, LEO WENKE, von der Sache erfuhr, schickte er

seine beiden Schwiegersöhne, Jan van den Brand aus Venlo und Franz-Günther Schmitz, zur

ersten Versammlung des neuen Zuges.

 

Hubert Glasmacher, der bereits in Kaarst als Oberleutnant im dortigen Jägerkorps aktiv war,

wurde zum  Zugführer bestimmt und so konnte die frisch gegründete Formation an Pfingsten

1963 unter großem Beifall mit 13 aktiven Schützen über die Straßen der Furth marschieren.

 

Nach den Kirmestagen war von Weitermachen vorerst nicht die Rede, war der Zug doch nur für

das Königsjahr von Heinz Ringes gegründet worden. Erst am Sebastianustag 1964, als wieder

Further Schützen marschierten, beschlossen einige TREUE GESELLEN, sich bei LOCHMANN

(heute Hensen´s Klatschcafe) zu treffen.

Dort waren sie sich schnell einig, dass der Grenadierzug auch in Zukunft bestehen bleiben solle.

Am folgenden Wochenende wurde bei bitterer Kälte unter freiem Himmel im Garten des Gastwirts

der erste König ausgeschossen.

Das Königssilber wurde von den beiden Geburtshelfern des Zuges, Josef Cleve und Heinz Ringes,

dem Zug anlässlich der Krönung gestiftet.

 

Oberleutnant war bis 1966 Hubert Glasmacher, von 1967 bis 1971 Horst Heinrich. Im Jahre 1966

wurde die erste Großfackel gebaut. Von 1972 bis 1976 waren die TREUEN GESELLEN unter

Hauptmann Franz-Günther Schmitz Hauptmannszug der „SCHWARZ-WEIßEN“.

Nach überwundenen Schwierigkeiten Anfang der 70er Jahren besteht der Zug heute wieder aus 21

Aktiven, die bis 2003 von Franz-Günther Schmitz, dem langjährigen Vorsitzenden des Grenadiere

angeführt wurden.

 

Auffällig an den TREUEN GESELLEN ist nicht nur die große Anzahl aktiver Schützen, sondern auch

die stets harmonische Mischung aus Jung und Alt.

 

Im Jahre 2004 übernahm Christoph Hütten die Zugführung. Ihm zur Seite stehen als Leutnant des

Zuges Klaus Gerretz und Norbert Guse als Feldwebel.